Kaj Osteroth wurde 1977 in Beckum geboren. Heute lebt und arbeitet sie als Künstlerin in Berlin. 2006 verließ sie nach kurzem Intermezzo an der Akademie der bildenden Künste in Wien 2004-05 in der Meisterklasse von Prof. Marina Gržini (Erasmus – Stipendium) als Meisterschülerin der Klasse von Prof. Stan Douglas die Universität der Künste, Berlin. 2008 beendete sie ihr Ethnologie- und Kunstgeschichtsstudium an der Freien Universität Berlin mit einer Magisterhausarbeit zur Repräsentation Afrikas in Großausstellungen mit zeitgenössischer afrikanischer Kunst in Deutschland. Nach dem erfolgreichen Studienabschluss galt ihre Aufmerksamkeit neben eigenen Arbeiten und Projekten zum Einen dem 2007 mit Lydia Hamann ins Leben gerufenen Kunstprojekt FLEEING THE ARCH, dass sie seither weiterentwickeln und regelmäßig ausstellen. Dabei handelt es sich um eine feministische, kollektive Malereipraxis, die sich aus einer geteilten Vorliebe für die Gender - und Cultural Studies speist und großformatige, figurative, detailverliebte Bilder generiert. Zum Anderen hat sich Kaj Osteroth zwischen 2009 und 2014 regelmäßig als Künstlerin und Kulturproduzentin in Südafrika aufgehalten, zuletzt im Herbst 2014 für eine dreimonatige Residency in den Bag Factory Artists´ Studios, Johannesburg (ifa – Reisestipendium). In diesem Zusammenhang entwickelte sie 2012 in Zusammenarbeit mit Lester Adams (ZA) das ebenfalls ifa geförderte Künstler_innenprojekt Vanilla Facts, das interdisziplinäre und interkulturelle Schnittpunkte mit einem Fragezeichen versehen zur Basis für wiederholtes Arbeiten, Austauschen und Ausstellen in Berlin und Johannesburg nahm und  zu dem die Künstler_innen Lydia Hamann (DE), Thenjiwe Niki Nkosi (ZA), Alexander Opper (ZA), Emma Williams (ZA/DE) und Mirko Winkel (DE) eingeladen wurden.